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Die
Untertuschung bezweckt, Form- und Farbgebung des Bildes vorzubereiten,
ohne ihr vorzugreifen. Die Farbe kann zeichnerisch in großen Zügen
aufgesetzt werden, um die Bildfläche zu gliedern und die allgemeinen
Formen und Größenverhältnisse der einzelnen Bildteile zueinander
festzulegen. Sie kann auch flächig aufgewischt werden, um das Bild mit
wenigen Tönen farblich anzulegen. Vorteilhaft ist es, den Malgrund mit
einer einzigen Farbe anzutuschen, um die Stellen, die im fertigen Bild
dunkel erscheinen sollen, vorzudunkeln und dunkle Farben später nicht zu
dick auftragen und dadurch überfetten zu müssen. Zum
Untertuschen werden runde, breite oder flache Borstenpinsel verwendet. Die
Farbe wird locker angewischt, verteilt und verrieben. Dient
die Untertuschung dazu, linear-zeichnerische Einzelheiten zu bestimmen,
kann sie auch mit dünnen Haarpinseln ausgeführt werden. Der Farbton ist
so zu wählen, dass er mit den dünner aufgetragenen, durchsichtigeren
Stellen des Balsamfarbenaufstrichs zusammen die gewünschte Farbe ergibt. |